Frau & Fahrrad

Der Fahrradsport ist zu Beginn um 1820 eine Männerdomäne. Die Eroberung dieses neuartigen Sportgerätes erfoderte von den Frauen noch mehr Courage als von den Männern, und selbst die wurden zunächst oft verspottet und mit Verboten belegt. Körperliche Betätigung zum Vergnügen oder Zeitvertreib war noch weitgehend unbekannt, schwitzen verpönt und unschicklich für die feine Gesellschaft.
Trotz aller Widerstände und Widrigkeiten drängten Frauen von Anbeginn auf's Fahrrad. Oft bot auf Grund der Mode das Dreirad die einzige Möglichkeit, mit dem neuen Fortbewegungsmittel größere Wegstrecken zu bewältigen.
Zunächst als Kuriosität belächelt oder beäugt, wandelt sich die Sicht der Gesellschaft (sprich der Männer) erst nach 1900. Um Frauen vom Fahrradfahren abzuhalten, wurden nicht nur ästhetische Gründe aufgeführt, sondern auch gesundheitliche Risiken. Und auch die schicklichen Vorbehalte gegen das Frauen-Radfahren waren zunächst gewaltig. Hosen für Frauen, die zum Radfahren geeignet sind, konnten sich nur verdeckt als Hosenrock oder Bloomers langsam etablieren.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug des Fahrrades. Und weil die Frauen sowieso gerade dabei waren, sich zu emanzipieren, kam ihnen dieses neue Betätigungsfeld gerade recht. Sie schwangen sich selbstbewusst auf's Fahrrad.
Erst als die Fahrradindustrie die Frauen als Zielgruppe erkannte, war der Siegeszug der Frauen auf Fahrrädern nicht mehr aufzuhalten.
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